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Aber woher bekommst du denn dein Eiweiß?

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Seit über einem Jahr arbeite ich mit und an meiner Ernährung. Ich musste mich vielen Konfrontationen stellen, vieles erkennen und für noch viel mehr mein Bewusstsein erweitern.

Ernährung, Sport und alltägliches Leben

Ich habe es geschafft durch meine Ernährungsumstellung wesentlich fitter zu sein, ich merke, wie mein Körper auf Energien zugreift und diese verwertet. Monatelang quälte mich der Mythos „Woher beziehst du dein Eiweiß und du bekommst doch viel zu wenig davon? Du musst ja Milch und Quark essen, da stecken unverzichtbare Proteine und Vitamine drin! Für einen normalen Menschen ist vegane Ernährung gar nicht möglich!“ und und und und … BULLSHIT … absoluter Schwachsinn, oder kennt ihr irgendjemanden, der an „Eiweißmangel“ leidet? Nein – ey – das muss raus aus euren Köpfen. Klar braucht der Muskel Protein, und wenn man Sport betreibt, dann natürlich noch mehr. Aber das geht auch, ohne tonnenweise Proteinshakes nach Hause zu schleppen und in seinen Körper zu stopfen. Ich finde es so schade, dass oft gar nicht darüber nachgedacht wird, was die Alternativen bieten und das nur, weil jetzt alles so viel einfacher ist. Natürlich ist es einfach, nicht nachzudenken und von der Gewohnheit nicht abzuweichen.

Wissenschaftliche und diätologische Erklärungen zu veganer Ernährung

Bei den meisten ist ein Schwarz-Weiß-Denken verankert, man stellt sich viel zu oft einfach komplett falsche Fragen. Viel zu oft wird auf Ärzte und Diätologen verwiesen, die sich weder mit Studien noch mit Fallbeispielen beschäftigen. Dazu brachte Rüdiger Dahlke während eines Gesprächs im österreichischen Fernsehen die beste Aussage:

„Zum Glück haben wir nicht so viel über Ernährung während unseres Studiums gelernt, denn das, was wir gelernt haben, ist fatal!“

Was uns das sagen soll, wie man sich nun eine Meinung bilden soll? Es gibt zahlreiche Studien bei denen zu beachten ist wer gefragt und wer bezahlt hat! Und dann wird es richtig kompliziert. Lesetipp: China Study – in diesem Buch wird erforscht, warum die Menschen im asiatischen Raum älter werden, weniger an Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten erkranken, und wie das im Zusammenhang mit der Ernährungsart stehen kann.

„Sämtliche Körperfunktionen hängen entscheidend vom Eiweiß ab“, sagt der Arzt und Autor Ulrich Strunz, der dem Thema ein ganzes Buch gewidmet hat. Eiweiße bestehen aus Aminosäuren, sie bilden die Grundstruktur des Körpers, nicht nur der Muskeln und Knochen, sondern auch des Blutes, des gesamten Immunsystems und vieler Hormone.

Im tierischen Eiweiß sind alle 22 Aminosäuren, die im Körper vorkommen, vorhanden, währenddessen die pflanzlichen Eiweiße leichter zu verstoffwechseln sind und dazu führen, dass Energiereserven aufgebaut werden. Tierische Eiweiße werden nur mit Cholesterin und Purine aufgenommen, die zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Pflanzliche Eiweiße hingegen enthalten neben den 20 Aminosäuren auch Lupine (Hülsenfrucht), die als hochwertigstes basisches Eiweiß bekannt sind. In Lupine steckt zudem eine hohe Menge an Eisen und Antioxidantien. (weitere Details hier)

Ein Protein-Rechenbeispiel

Im deutschen Raum essen Ernährungsstudien zu Folge Männer im Schnitt 81 Gramm Eiweiß pro Tag und Frauen 60 Gramm. Die offizielle Eiweiß-Tagesempfehlung lautet 0,8g pro Kilogramm Körpergewicht. Bei 60 Kilogramm wären das 48 Gramm. 100 Gramm Joghurt haben 3,4 Gramm Eiweiß, Rosenkohl hat auch 3,4 Gramm und 100 Gramm Hanfsamen sage und schreibe 33 Gramm, dagegen ein Rindsteak als hochwertigster tierischer Eiweißlieferant nur 28 Gramm. (Eine schöne Tabelle zum Nachlesen der Eiweiß-Werte findet ihr hier.)

Eiweiß und Wertigkeit

Gerade bei Proteindrinks ist zu beachten, was sonst noch drin steckt. Meist sind die Eiweiße stark denaturiert, was dem Stoffwechsel die Verarbeitung erschwert und selbst ein hoher Proteingehalt nichts über die Qualität aussagt, da es nicht verarbeitet werden kann. Dazu kommen noch Stoffe, wie Aromen ect. die in weiterer Folge zu starken Blähungen führen.

Tierische Eiweiß-Quellen

Bei tierischem Eiweiß ist vieles zu beachten, wie zB Antibiotika-Reste oder Verunreinigungen durch Haltung/Transport/Schlachtung, die durch Massenhaltung unumgänglich sind. Für mich sind dabei Puten- und Schweinemast, sowie Milchproduktion die Horrorszenarien schlecht hin. Lesetipp: „Tiere essen“ – dieses Buch beschreibt die Tücken bei der biologisch motivierten Putenzucht im Vergleich zu konventioneller Massentierhaltung.

Mein Fazit zur Tiereiweiß-freien Ernährung

Das sind nun eine Menge Infos, wie gesagt zu jedem Punkt gibt es zahlreiche Bücher, aber das soll ja nur mal ein Gedankenanstoß sein, um die eigene Ernährung zu überdenken. Ich hatte nun mehrmals das Buch „Skinny Bitch“ empfohlen und alle, die das gelesen hatten waren erstaunt und nahmen unzählige Tipps mit. Wollt ihr mehr zu dem Thema erfahren oder habt ihr Anregungen und Fragen? Dann hinterlässt mir hier einen Kommentar!

Dajana

Dajana ist Gründerin und CreativeMind von Zugar&Zalt. Mit ihrem Blog impulsee | motor & lifestyle ist sie schon lange keine Unbekannte in der BlogSphäre. Sie ist passionierte Boxerin und zeigt das in allen Lebenslagen.

4 Comments

  1. Mary

    28. Mai 2015 at 21:59

    Ich bin seit fast fünf Jahren nun Vegetarierin und überlegte schon länger den veganen Weg ein zu schlagen. Seit knapp vier Monaten gehört ein hartes Krafttraining, 3-4x die Woche, zu meinem Leben, mit Whey, Casein und BCAA. Aber ich muss wirklich sagen, dieser Artikel hat mich auf irgendeine Weise so motiviert, dass ich (wenn meine letzten Pulverreste aufgebraucht sind) mit der veganen Ernährung in Kontakt kommen möchte. Bitte, bitte mehr von solchen Artikeln und vielleicht auch Vorschläge der Top Eiweiß etc. Alternativen 🙂 Liebe Grüße, Mary und danke!

    • Zalt

      Zalt

      28. Mai 2015 at 22:07

      Liebe Mary, das freut mich wahnsinnig 🙂 Ich werde einige Artikel zu Lesestoff und Alternativen noch veröffentlichen. Nächste Woche kommt ein Newsletter raus, wo alle Beiträge nochmals zusammengefasst werden – dazu kannst du dich gerne eintragen.
      Wenn du weitere Fragen hast, dann bitte einfach schreiben, ich versuche alles in den Beiträgen zu beantworten. Vielen Dank für dein Kommentar, das motiviert mich noch mehr zu schreiben <3

      xoxo #Zalt

  2. iris

    28. Mai 2015 at 22:09

    Jetzt muss ich das auch noch kommentieren!! Ich finds gut, sich vegan zu ernähren und heutzutage ist das auch echt machbar, denke ich.
    Ärger dich nicht, wenn die Mehrheit dich dabei nicht versteht oder unterstützen will. Schon nur als Vegetarierin musste ich mit Vorurteilen klarkommen. Die Leute reden einfach lieber, als nachzudenken oder sich zu informieren. Das ist leider so 🙁

    • Zalt

      Zalt

      28. Mai 2015 at 22:11

      Vielen Dank, liebe Iris!
      Ich werde damit weitermachen und euch ganz viele Beiträge schenken 🙂

      xoxo #Zalt

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