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Balance – durch einen healthy Lifestyle zu innerer Ausgeglichenheit

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„Na du brauchst doch nicht aufpassen!“ „Du kannst doch bestimmt essen, was du willst.“ „Na so viel Zeit für Sport hätte ich auch gern!“ Ich mag vielleicht groß und schlank sein, doch was dahinter steckt, wissen nur wenige!

Stöcker gehören in den Wald!

Es ist viele Jahre her, dennoch erinnere ich mich an diesen Spruch, den ich mir in der Schule an den Kopf werfen lassen musste. Ja, ich war sehr dünn und von uns Mädels immer die Größte und obwohl ich nie übergewichtig war, hatte ich ein völlig falsches Bild von mir. Ich wollte noch dünner sein und die Magermodels waren meine Vorbilder. Mit einem BMI von 18, Normalgewicht liegt zwischen 20 und 24, kam ich mir noch zu dick vor und wollte abnehmen. Die ungesündesten Diäten, eine Zeit lang habe ich mich nur von Bonbons und Apfelschorle ernährt, folgten. Natürlich ohne, dass es irgendwer mitbekam. Schon gar nicht meine Familie. Es war ein ständiges Auf und Ab. Mal war ich ganz zufrieden, mal ging es überhaupt nicht. Essen sollte auch ein Genuss sein. Ich habe jedoch Kalorien gezählt und mich vor der nächsten Mahlzeit gedrückt. Und morgens aufstehen war doch sowieso schon genug Sport.

Es war ein ständiges Auf und Ab. Mal war ich ganz zufrieden, mal ging es überhaupt nicht.

Essen als Herausforderung!

Als ich für die Ausbildung auszog und für mich selbst verantwortlich war, ging das ungesunde Essverhalten weiter. Dieses Mal ging es in die andere Richtung. Schokocornflakes zum Frühstück und den ganzen Tag nur Süßigkeiten. Kochen bestand darin, die Verpackung aufzumachen und nach 20 Minuten das fertige Essen aus dem Ofen zu holen. Die Klamotten wurden immer enger und meine Haut war wieder in der Pubertät.

Am schlimmsten war es jedoch während meines Studiums und es ging zurück in den Magerwahn. Im Grundstudium war ich so unglücklich, dass ich mich völlig zurückzog. Ich aß höchstens noch eine Scheibe Vollkornbrot zum Frühstück und lief endlos Runden im Stadion. Und obwohl ich genau wusste, was ich tat, konnte ich nicht anders. Doch ich schaffte es, mich mithilfe einer Freundin wieder aufzurappeln, zog das Studium durch und ernährte mich wieder halbwegs normal. Gut, meine erste Mahlzeit des Tages war das Mittagessen und es gab immer noch viele Fertigprodukte aus dem Ofen. Aber zumindest landete etwas auf dem Teller. Nur frisches Essen gab es selten, daher der Lieblingskommentar meiner Mama beim Blick in den Kühlschrank: „Die Mäuse laufen sich hier Blasen!“  Meine Kondition reichte damals für 2 Stockwerke Treppen steigen und richtig wohl fühlte ich mich noch nicht.

Der Wille wurde stark!

Doch ich wollte dem Bus hinterherlaufen können, ohne vor Atemnot keuchend nur noch die Rückleuchten sehen zu müssen. So besuchte ich Kurse wie „Bauch Beine Po“ und ging hin und wieder joggen. Ich wurde rundum fitter und hatte mehr Ausdauer. Als ich dann Mitglied im Fitnessstudio wurde und das Krafttraining für mich entdeckte, fühlte ich mich zum ersten Mal wirklich wohl in meinem Körper. Hatte ich vorher noch Puddingarme, fühlten sich meine ersten zehn richtigen Liegestütze an, als hätte ich Superkräfte. Ich entwickelte ein gesundes Verhältnis zum Essen. Nahrung war für mich nicht mehr länger eine Bestrafung oder gar ein Seelentröster, sondern eine Möglichkeit, meinem Körper etwas Gutes zu tun. Und natürlich ist es ein Genuss und im Urlaub in Italien geht es von Gelato zu Gelato 🙂

Endlich bei mir!

Jetzt habe ich einen 40-Stunden-Bürojob, gehe nach der Arbeit trainieren und ernähre mich bewusst. Die acht Stunden hinterm Schreibtisch machen mir nicht viel aus, folgt doch hinterher ein tolles Training. Ich war noch nie so ausgeglichen und habe mich noch nie so wohl in meinem Körper gefühlt. Und genau dieses Selbstwertgefühl kann mir keiner nehmen, Stöcker im Wald hin oder her …

Warum erzähle ich das alles? Mir hat der Sport geholfen, zu einem gesunden Bewusstsein zu finden, Stress abzubauen und meine Leistungsfähigkeit zu verbessern. Denn ganz egal ob zu dünn oder zu dick oder eigentlich genau richtig – irgendwas ist ja immer …

Das Verhältnis zu Deinem eigenen Körper, Deine Ernährung, Deine Aktivitäten machen viel von dem aus, wer Du bist und wie Du Dich fühlst.

Höre in Dich hinein. Gibt es etwas, was Du ändern willst?
Worauf wartest Du dann noch? Silvester? Nächsten Montag? Der Moment ist jetzt!

xoxo #Nadine


OUTFITDETAILS | tr3nd tank & pants


 

Nadine

Nadine loves Fitness und sie ist damit das jüngste Mitglied im Zugar&Zalt Team. Sie liebt es verschiedenste Sportarten zu testen, gesund zu kochen und darüber zu schreiben.

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