CrossFit Diary

CrossFit Diary | No. 7

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Reebok und CrossFit – Wirtschaft, ein großes Thema

Mit Brachial-Fitness an die Spitze – Reebok setzt seit 2010 auf CrossFit

Klimmzüge, Liegestütz, Langhanteln und Springseile – eine Stunde lang keine Gnade. CrossFit heißt das für viele noch neue Fitness-Konzept. Adidas-Tochter Reebok hat ihr Schicksal an das stylische Zirkeltraining geknüpft – mit vollem Erfolg.

Es beginnt meist harmlos – Seilchen springen, einige Runden in der Box oder um diese draußen herum laufen als ‚warm-up‘. Oberschenkel dehnen, Schultern kreisen lassen und Streching; doch nach dem lockeren Aufwärmen werden die Athleten durch die Mangel gezogen – Gewichte heben, Liegestütz mit Sprung (der berühmt berüchtigte Burpee), Klimmzüge, Sprints und wieder von vorne. Nach einer Stunde ist die Tortur vorbei, die T-Shirts durchnässt und die Sportler liegen keuchend auf dem Boden – warum tut man sich das freiwillig an?

Große Konkurrenz am Fitnessmarkt

CrossFit Boxen schießen derzeit wie die Pilze aus dem Boden. Die CrossFit Macher wollen die Branche revolutionieren.

Komplette CrossFit Ausrüstungen von den Schuhen, über Kniestrümpfe, Shorts, Bras und Shirts sollen das Image von Reebok aufpolieren und für Umsatz sorgen. Die anfänglichen Fragen, ob die Kooperation mit CrossFit tatsächlich zum erhofften Siegeszug beihelfen kann ist ganz klar beantwortet: JA, sie kann!!
Der CrossFit-Markt ist enorm gewachsen und ist durch die hohen Trainingsanforderungen dennoch nicht zu einer dumping Massenveranstaltung geworden.

Sport für Menschen mit wenig Zeit

CrossFit wird als Revolution gefeiert, bedient sich jedoch an Übungseinheiten, die es schon immer gab. Der ganze Körper und damit alle Muskeln werden dabei beansprucht, wobei die Einheit von Training zu Training variiert. Durch die stetige Veränderung und Abwechslung ist das Training besonders effektiv und für alle geeignet, die zwischen Arbeit und Freizeitplanung wenig Zeit für Sport haben. In einer Stunde ist man ausgepowert raus aus der Box und hat viel mehr Kalorien verbraucht, als bei den meisten anderen Sportarten.

3000 Dollar werden jährlich fällig

Viele sind vom Preis in den CrossFit Boxen abgeschreckt, doch ist das Training jeden Cent wert. Bis zu 150€ oder mehr werden monatlich verlangt, die brauchen die Unternehmensgründer auch unbedingt. 3000 Dollar Lizenzgebühren müssen pro Jahr an die CrossFit Incorporation bezahlt werden – denn jede Box läuft wie ein Franchise-System. Deutlich mehr schlagen aber auch die Mieten für die großen Flächen der Boxen ins Kontor. Denn es ist kein Geheimnis, dass in großen Metropolen so viel Platz nicht für einen Schnapper zu haben ist.

Bis ins Fernsehen geschafft – Reebok CrossFit Games

CrossFit hat es mittlerweile bis ins Fernsehen geschafft. Die REEBOK CrossFit Games, bei denen die Athleten sich von Seil zu Seil bis ins Ziel hangeln müssen und über Hürden springen, werden von ESPN und Eurosport übertragen. Es geht dabei um ein Millionenpreisgeld.

In Deutschland gibt es immer mehr Boxen, dennoch steckt CrossFit im Vergleich zu den USA hier noch in den Kinderschuhen. Einer der Vorreiter hierzulande ist Afghanistan-Veteran Drake Sladky. Der US-Amerikaner hat in einer Nürnberger Fabrikhalle für Reebok eine CrossFit-Box eröffnet. Eigene Werbung schaltet er nicht. Er lebe von Mund-zu-Mund-Propaganda – mit vollem Erfolg!

CrossFit – Team Spirit durch und durch

 

In allen Boxen gibt es Tafeln, wo die Leistungen der Athleten aufgeschrieben werden können oder die anstehenden WOD’s stehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fitnessstudios soll beim CrossFit nicht jeder allein trainieren, sondern innerhalb der Gruppe einen Wettkampf austragen UND sich dabei unterstützen – beim CrossFit bleibt das Ego draußen.

CrossFit ist mehr als Langhanteln zu balancieren und Liegestütz zu schaffen. Es ist eher ein Gemeinschaftsgefühl, welches beim eigentlichen altmodischen Zirkeltraining gelebt wird – das merkt man in jeder guten Box, wo sich die Athleten gegenseitig anfeuern und nach dem WOD abklatschen. Was ebenfalls geschätzt wird: durch das Internet kann sich die Gemeinde weltweit austauschen und vergleichen.

Identisches Trainingsprogramm weltweit

Nach den absolvierten Trainingseinheiten, trifft man sich auch mal außerhalb dessen, um zusammen zu grillen, zu feiern, um eine gute Zeit zu haben. Wer die Stunde schwänzt, wird schon mal aufgezogen und wer länger nicht kommt, bekommt auch mal Anrufe oder Nachrichten, wo er den abbleibt.

„Workout of the Day“, kurz „WOD“, die Power-Pläne werden von der Crossfit-Zentrale in Washington an alle Boxen geschickt. Dazu gehört auch eine eigene ‚Sprache‘.

Burpees – das wohl meist gehasste Wort in diesem Sport. Man wirft sich in den Liegestütz auf den Boden, zieht die Beine an sich ran und springt in die Luft – diese Übung wird auch gern als ‚Strafe‘ benutzt, wenn man zu spät zum Training kommt oder beim WOD schummelt – man hat also nichts gewonnen 😉

Die Zahlreichen Abkürzungen, die oft an den Tafeln stehen sind für Außenstehende ohne Erklärungen nicht zu verstehen:

ATG heißt („Ass to Grass“), also Hintern auf den Boden, oder „KTE“ („Knees to elbows“), also Knie zum Ellbogen. Auch Zahlenkolonnen wie „Deadlift 3-2-2-1-1-1“, in der die Zahl der Wiederholungen einer Übung beschrieben wird. Und wer einen guten Tag erwischt, stellt einen „PR“ auf -> seinen persönlichen Rekord.

Reebok kehrt mit Fitness und CrossFit zurück zu den Wurzeln

Reebok ist auf den CrossFit-Zug mit aufgesprungen und hofft, mit dem harten Training selbst wieder fit zu werden. Adidas-Chef Herbert Hainer musste erst die Umsatzerwartung von Reebok für 2015 von drei auf zwei Milliarden Euro reduzieren. Dass diese Umssatzgröße noch erreicht wird, dafür soll CrossFit sorgen. 2010 ging Reebok eine Kooperation mit CrossFit Incorporation ein.

Reebok ist durch Aerobic groß geworden und kehrt somit zurück zu seinen Fitnesswurzeln. Inzwischen trainieren mehr als sieben Millionen Deutsche in Fitnessstudios – mehr, als in Vereinen Fußball spielen.

Mit CrossFit erreicht Reebok andere Zielgruppen – Gemeinsam schwitzen – das ist das neue Lebensgefühl, das Reebok in Europa vermitteln will

Reebok hat eine eigene Kollektion für’s CrossFit entwickelt und rausgebracht, mit denen auch andere Sportler und Athleten angesprochen werden sollen. Dabei geht die Zielgruppee über die USA weit hinaus – denn auch auf dem asiatischen Markt entwickelt sich seit einigen Jahren ein großer Fitnesstrend. In China ist es angesagt, in Fitnessclubs Mitglied zu sein. Weltweit steigt das Interesse daran, bewusster zu leben, sich gesund zu ernähren und sich sportlich zu betätigen. Hier versprechen sich die großen Sport Konzerne weiterhin ein hohes Wachstum, mit großem Potenzial.

Schätzungen der International Health, Racquet & Sportsclub Association in Boston (IHRSA) kamen Fitnessstudios in Europa auf Umsätze in Höhe von 31,3 Milliarden Dollar, in Nordamerika waren es 23,1 Millionen – die Bekleidung nicht mit eingebunden. Weltweit besuchten 120 Millionen Menschen Fitnessclubs, davon allein 43 Millionen in Europa, 53 Millionen in Nordamerika. Asien war mit 13 Millionen die drittgrößte Region.

Wer keine Kompromisse machen will beim Outfit, greift zum exklusiven Reebok CrossFit Nano , der in Europa für 150 Euro auf den Markt ist – jetzt auch Personalisierbar. Das Segment Fitness ist groß und lukrativ: Nach einer Studie der Universität Mainz gibt ein aktiver Fitness-Sportler in Deutschland im Jahr insgesamt 309 Euro für seinen Sport aus, ein Läufer hingegen nur 196 Euro.

Zirkeltraining ohne Gerätepark

Reebok CrossFit

Jumpsquats – Sprung auf die Box mit folgenen Kniebeugen

Functional Fitness als Ganzes boomt und CrossFit mischt ganz vorne mit, doch steht es auch in Konkurrenz mit anderen Trainingsformen. Im Fitness Trend mit an der Spitze bewegen sich auch noch Zumba und das trainieren mit Elektro-Impulsen, die dabei helfen sollen, die Muskeln in kurzer Zeit stark zu stimulieren und damit die Haut zu straffen.

Der hohe Preis wird oft in Frage gestellt, doch ist gute Arbeit nicht billig und billige Arbeit nicht gut! Kleine Gruppen werden von einem ausgebildeten Trainer begleitet, der auf jeden einzeln guckt und auf eine saubere Ausführung der Übungen achtet. Außerdem motiviert der Trainer alle und stellt sogar individuelle Einheiten zusammen, weswegen die Wahl der richtigen Box mit dem Trainer steht oder fällt.

Der meiste Zweifel kommt daher, da viele nicht daran glauben, dass der herausfordernde Sport wirklich etwas für Jeden ist. CrossFit ist unglaublich anspruchsvoll, auch schon für fitte und sportliche Menschen. Nicht jeder ist diesem gewachsen und gibt auf, bevor er entdeckt, was der eigene Körper eigentlich alles kann. Deswegen soll CrossFit nicht Massenkompitabel sein? Doch ich seh das anders. Wir müssen wieder lernen, aus unserer Komfort Zone zu kommen, denn nur dann kann sich Veränderung auch einstellen. CrossFit lehrt einen, an seine Grenzen zu kommen und diese zu überschreiten, doch viele sind dazu nicht in der Lage.

Ich bin überzeugt, dass jeder der WILL, auch in der Lage ist, Dinge zu erreichen, die er noch nicht geschafft hat und das nicht nur beim CrossFit! Auch Reebok wollte wieder nach oben und hat es in Verbindung mit CrossFit geschafft – wer will, der kann und wer kann, der hat – und Reebok hat vor allem eins: Fitness im Blut.

Gegenseite Motivation, das ist Gemeinschaft, das ist CrossFit

Gegenseite Motivation, das ist Gemeinschaft, das ist CrossFit

xoxo #Zugar

Pictures from Mafire-Records taken at the CrossFit Box CrossFit WestGym Hamburg



Zugar

Vivi Scissors alias Zugar- das Pendant zu Zalt. Bekanntes Fitness und Tattoo Model aus Hamburg.

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