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Milch ist gleich Milch, ist gleich Milch – NICHT!

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Milch ist gesund! Der Mensch braucht Milch! Milch enthält viele gesunde Nährstoffe! Laktoseintoleranz ist weit verbreitet! Laktoseintoleranz – dann kann man ja gar nichts mehr essen!

… das sind nur ein paar der vielen Schlagzeilen, die uns täglich beim Milchkonsum begleiten. Auch ich habe jahrelang unendlich viel Milch konsumiert: Zum Frühstück, zum Kaffee, verarbeitet als Joghurt oder Käse und dann, von einem Tag auf den anderen – keine Milch mehr!

Warum keine Milch mehr?!

Diese Frage wird mir nur allzu oft gestellt und ich beantworte sie immer gleich: Ich mache mir Gedanken über das, was ich esse und lege Wert darauf, dass es hochwertig und nicht in Masse produziert wird. Viel zu lange hatte ich Milch von dieser Sichtweise ausgespart, bis ich relativ brutal mit Bildern und Worten der Realität konfrontiert wurde. Die Tatsache, dass Milch zu einem Massenprodukt wurde, war mich nicht unklar, aber ich habe die Ausmaße schier ausgeblendet. Zu lange, mit sehr großem Erfolg. Als ich mich nur eine Stunde lang mit der Herkunft, Produktion und Verarbeitung auseinandergesetzt hatte, war mir klar, warum Milch so hoch erhitzt – also tot gekocht – und dann wieder mit Nährstoffen angereichert wird. Das ist nichts, was ich in meinem Körper haben will.

Ich will euch hier nichts über Laktose-Unverträglichkeiten, Werten, Statistiken oder schockierenden Bildern erzählen, sondern einfach mal aufzeigen, welche und vor allem welche grandiosen Alternativen es gibt. Vielleicht hilft es euch, das eine oder andere Mal Milch pflanzlich zu ersetzen.

Mandel-Milch mit Nüssen und dunkler Schoko

Mandel-Milch mit Nüssen und dunkler Schoko

Welche Milch-Alternativen gibt es?

Es gibt viele pflanzliche Milch-Alternativen, z.B. Kokos-, Mandel-, Reis-, Hafer- oder Sojamilch. Ich bin ja der Meinung, dass auch viel zu viel Soja konsumiert wird, weshalb ich nur bei Joghurt zu Sojaprodukten greife. Der Richtigkeit halber will ich darauf hinweisen, dass der Begriff “Milch” für Melkerzeugnisse reserviert ist und gar nicht in Verbindung mit pflanzlichen Produkten genannt werden darf. Aber wir machen es trotzdem, außer ihr habt einen schöneren Begriff als “Flüssigkeit” parat.

Getreide-Milch

Geschmack: süßlich-herb

Getreidemilch ist ein wahrer Kraftlieferant und wird aus Dinkel, Hafer, Reis oder Roggen gewonnen. Die Nährstoffe sind der Kuhmilch nicht unähnlich, da Spurenelemente oft nachträglich zugesetzt werden. Besonders neutral an Geschmack ist die Reis-Milch.

Nachteil: Allergiker können durchaus auf den Verzehr reagieren, dann eher zu Erzeugnissen aus Dinkel, Hafer und Roggen greifen.

Kokos-Milch

Geschmack: exotisch, fruchtig, lieblich und süß

Unter Kokosmilch versteht man nicht die Flüssigkeit der Kokosnuss, sondern das pürierte und mit Wasser verdünnte Fruchtfleisch. In meiner Küche findet sie recht oft Verwendung, z.B. beim Kochen von thailändischen und indischen Speisen oder als “Sahne-Ersatz” bei Süßspeisen, weil sie sich grandios aufschlagen lässt und ganz toll für Cremes geeignet ist.

Nachteil: Kokos-Milch ist durch das Fruchtfleisch sehr fettreich und sollte somit nicht täglich auf dem Speiseplan stehen.

Mandel-Milch

Geschmack: sämig-süß

Die Herstellung ist sehr leicht Zuhause möglich: Mandeln schälen, blanchieren, quellen lassen, mit Wasser aufgießen und pürieren. Da die Milch stark nach Marzipan schmeckt, ist sie aber am besten zur Verarbeitung von Süßspeisen geeignet.

Nachteil: Mandel-Milch ist ebenso wie Haselnuss-Milch aufgrund der Rohstoffe sehr teuer.

Soja-Milch

Geschmack: neutral bis süß

Soja-Milch kennen wir mittlerweile alle. Die Verwendung ist ähnlich der Kuh-Milch und wenn man einen guten Barista vor sich hat, wird das Schaumhäubchen am Latte auch genauso schön. Produkte aus Soja-Milch sind in allen gut sortierten Supermärkten zu finden. Soja-Milch ist außerdem mit Abstand die günstigste Milch-Alternative.

Nachteil: Besonders auf Herkunft und Herstellung achten, damit man auch hier keine Massenproduktionen unterstützt.

Hafer-Milch mit Himbeeren

Hafer-Milch mit Himbeeren

Wie ihr seht, Alternativen zur Kuh-Milch sind durchaus gegeben. Versucht doch mal die eine oder andere aus, kostet, probiert und bereitet Speisen damit zu. Und wenn ihr beim nächsten Besuch am Bauernmarkt dem Duft des frischen Alpen-Ziegenkäses doch nicht widerstehen könnt, dann einfach mit beruhigtem Gewissen zugreifen – denn dieser wird bestimmt nicht in Masse produziert und ist wahrscheinlich reich an tollen Nährstoffen und vor allem an Geschmack.

Für alle, die sich nun den Appetit auf Pizzakäse vergehen lassen wollen – sucht auf Google doch mal nach “Analog-Käse”… Mahlzeit!

xoxo #Zalt

PS: Auf unserem Instagram-Channel posten wir häufig so tolle Rezepte und Pix von unserem Essen – also schnell “zugarandzalt” auf Instagram folgen!

Dajana

Dajana ist Gründerin und CreativeMind von Zugar&Zalt. Mit ihrem Blog impulsee | motor & lifestyle ist sie schon lange keine Unbekannte in der BlogSphäre. Sie ist passionierte Boxerin und zeigt das in allen Lebenslagen.

1 Comment

  1. Juna

    13. März 2015 at 19:12

    Hallo Dajana,

    danke, dass du das Thema in eurem Blog aufgreifst. Ich verzichte seit Oktober 2014 auf Kuhmilch- und Sojaprodukte und mir geht es seitdem gesundheitlich viel besser. Als Alternative esse ich dafür Bioziegenmilchprodukte oder Bioschafsmilchprodukte, in den Kaffee oder das Hafer-Crunchy-Müsli kommt nur noch Kokos-Reis-Milch, der Flavour ist also dann schon inklusive 😉 Auf die selbstgemachte Gemüsepizza kommt dann eben geriebener Ziegenkäse und Vanille-Ziegen-Joghurt oder Vanille-Schafsmilch-Joghurt schmeckt sowieso 100x besser. Meiner Meinung nach sollten viel mehr Menschen auf das Massenprodukt Kuhmilch verzichten. Nicht nur den Kühen und der Umwelt zuliebe.

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