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Tough Mudder – ich war dabei!

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„Das schaffe ich niemals!“ „18 Kilometer??? Und dann auch noch 23 Hindernisse?? Vergiss es!!!“

Ungefähr so waren meine Gedanken noch im letzten Jahr, als ich zum ersten mal von Tough Mudder gehört habe. Wenn ich laufen war, sind die 7km um die Alster für mich schon genug gewesen… Aber jeder, der mir dann im Anschluss davon berichtet hat, war extrem begeistert. Also gut, dann nehme ich auch teil und werde zu einem „Mudder“. Da ich sowieso hauptsächlich Krafttraining mache und auch Klimmzüge auf dem Programm stehen, habe ich mein Training auch nicht weiter angepasst. Die Länge der Strecke machte mir mehr Sorgen. Darum habe ich mich auf das Laufen konzentriert und die eine oder andere Alsterrunde mehr absolviert. Der Craft Womens Run hat da hervorragend als Trainingseinheit in den Plan gepasst.

Das größte Hindernis ist man selbst

Und ehe ich mich versah, stand ich mit meinem Team auch schon zwischen hunderten anderen Läufern und sprach das Tough Mudder Gelöbnis: Es wird kein Mudder auf der Strecke gelassen … Oh ja, zieht mich bitte aus dem Schlammloch oder hievt mich über die Holzwände, dachte ich da noch bei mir… Und schon fiel der Startschuss. Ganz gespannt ging es langsam los und auch wenn ich den Streckenverlauf vorher gesehen hatte, so richtig wusste ich nicht, worauf ich mich da eingelassen hatte. Ein paar kleine schlammige Abschnitte hier und ein paar Holzballen zum rüber springen dort brachten erst mal nur dreckige Schuhe und viel Spaß. Doch schon nach wenigen Kilometern kam das Hindernis, welches mir im Nachhinein auch als das Schlimmste in Erinnerung geblieben ist: Arctic Enema 2.0.

Tough Mudder Hamburg 2015

Diese Hindernisse hatten es in sich!

Über eine Rutsche tauchten(!!!) wir in ein mit Eiswürfeln gefülltes Becken. Das nur 4 Grad kalte Wasser hat sich angefühlt wie ein Schock. Ich wusste kurz gar nicht, wo ich bin und was ich machen soll. Einer der Helfer spornte mich an, dass ich weiter gehen soll. Haha, du stehst ja auch im Trocknen. Ich soll hier aber noch mal tauchen?!?! Kopf aus, Luft anhalten und unter einer Wand aus Reifen durchgetaucht und nix wie raus da. Mein Körper war so steif, dass ich aus dem Becken kaum wieder rauskam. Der Körper fühlte sich beim Laufen an, als wäre alles steif und würde gleich zerbrechen.

Die Berlin Walls, ca. 3m hohe Holzwände, wurden dann zu meinem nächsten Feind. Mit Hilfe der Jungs aus meinem Team habe ich es zwar super geschafft, aber über die vom Schlamm rutschigen Holzwände zu steigen, ohne sich festhalten zu können… Da hatte ich dann doch Angst runter zu fallen und mir sonst was zu brechen. Gott sei Dank hat es dann doch irgendwie geklappt.

Alle anderen Hindernisse haben dann nur noch Spaß gemacht. Vor allem eine der sogenannten Mud Miles! Allein der Anblick der anderen Mudder, wie sie bis zu den Knien im Schlamm stecken! Die einen suchen noch ihren Schuh, während sich die anderen gegenseitig rausziehen. Ein falscher Tritt und ich war auch bis zur Hüfte versunken. Aber dank der folgenden Seedurchquerung haben wir einen Teil des Schlamms dann doch auf der Strecke lassen können 🙂

Funky Monkey 2.0 wurde dann zu meinem Lieblingshindernis. Dort muss man sich zunächst an einer Leiter, dann an einem Rohr über ein Wasserbecken hangeln. Das hatte ich tatsächlich einmal im Fitti probiert, war an der 3. Sprosse gescheitert und in Gedanken hatte ich das Hindernis schon abgehakt. Als ich es bei dem Rennen dann tatsächlich, wenn auch sehr langsam, aber trocken auf die andere Seite geschafft hatte, war ich mega stolz.

Tough Mudder Hamburg 2015

Stark – nur im Team!

Auch das vorletzte Hindernis, der Everest, klappte beim ersten Mal. Danke Moritz und fremder Mudder, dass ihr mich nicht losgelassen habt 😉

Noch fix den Stromschlägen ausgewichen und schon hatte ich das hart erkämpfte orangene Stirnband um und das Finisher-Bier in der Hand. Und sooo viele Glücksgefühle, wie selten vorher! Was ein riesen Spaß!!!! Den letzten Rest des Schlamms wurde ich zwar erst Tage später los, aber die Anmeldung für das nächste Jahr ist bereits erfolgt. Dann schnappe ich mir hoffentlich das grüne Band!

Weitere Informationen zu Tough Mudder auf der Website!

Wollt ihr mehr erfahren? Wie ich mich vorbereitet habe zum Beispiel? Dann schickt mir eure Fragen per Mail oder postet sie hier!

Nadine

Nadine loves Fitness und sie ist damit das jüngste Mitglied im Zugar&Zalt Team. Sie liebt es verschiedenste Sportarten zu testen, gesund zu kochen und darüber zu schreiben.

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